PR-Nr. 10019-0016-04/2021
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2021: Jubiläumsjahr für EGE – Der Fenster- und Haustürenspezialist wird 50

1971. Aufbruchstimmung in Deutschland. An einem Samstagnachmit­tag treffen sich im ostwestfälischen Verl drei enge Freunde, um im Rahmen einer Nachbarschaftshilfe Pflaster zu verlegen. Dabei entwi­ckeln sie eine Idee. Rudolf Fortkord, Dieter Helfbernd und Heinrich Schröder wollen Fenster bauen; und zwar aus PVC, einem damals rela­tiv neuen Material mit Zukunftspotenzial. Sie gründen ein Unterneh­men. Es bekommt seinen Namen EGE aus den Anfangsbuchstaben der Vornamen ihrer Ehefrauen: Elisabeth, Gisela und Erika. 

50 Jahre später, am 1. April 2021 feiert EGE Jubiläum. In einem halben Jahrhundert hat sich das kleine Fensterbauunternehmen zu einer inter­national tätigen Unternehmensgruppe entwickelt, die als Vollsortimen­ter und Spezialist für Fenster, Haustüren und Fassaden am Markt agiert. Mit Begeisterung erinnert sich der heute 76-jährige Heinrich Schröder an die Anfänge. Der Bedarf an Fenstern sei riesig gewesen, erzählt er. Al­lerdings verwendeten die vielen kleinen Fensterbauer, die es damals gab, in erster Linie Holz als Material.

Die ersten Kunststofffenster – handgeschweißt

Schröder hingegen, der schon mit 24 Jahren die Vertriebsleitung bei Münkel, einem seinerzeit großen Verler Unternehmen für PVC-extru­dierte Produkte übernimmt, erkennt die Vorteile, die Kunststoff für den Fensterbau bietet. Zudem knüpft der Experte bereits erste Kontakte zum Profilhersteller Kömmerling, der bis heute Hauptlieferant ist.

Mit sieben Mitarbeitern, darunter die drei Ehefrauen, starten die drei Unternehmer in einer ehemaligen Näherei im Verler Ortsteil Sende, ar­beiten engagiert und viel, oftmals bis in die Nacht. Die ersten Fenster werden per Hand verschweißt. Das Produkt kommt gut an und die kleine Halle wird schnell zu klein.

1973 zieht das Unternehmen an den heutigen Standort in der Messing­straße in die Nähe der Autobahn A2. Hier entstehen eine größere Pro­duktionshalle und ein Bürotrakt. Die ersten Investitionen fließen in Schweißmaschinen und Verputzer, um Schweißnähte zu glätten und Be­schlagbohrungen zu setzen. Aus den Kunststoffprofilen entstehen neben Fenstern zunehmend auch Haus- und Hebe-Schiebe-Türen. Die drei Gründer nehmen eine klare Aufgabenteilung vor: Heinrich Schröder lei­tet den Vertrieb, Dieter Helfbernd die Produktion und Rudolf Fortkord übernimmt Buchhaltung und kaufmännische Leitung.

Das Unternehmen entwickelt sich vor allem mit Fenstern und Haustüren für Wohnungsbauprojekte bis ins Ruhrgebiet hinein und agiert in den 1970er Jahren noch als reiner Objekter: die eigenen Leute fahren mit den ersten 7,5-Tonnern gen Westen und montieren vor Ort die Bauele­mente, die im Verler Werk entstehen. Das Geschäft läuft gut. Trotzdem setzt EGE zusätzlich wichtige Impulse für die Unternehmensentwicklung: Man nimmt konsequent und kontinuierlich die Innovationen der Liefe­ranten und Profilgeber auf.

Expansion im vereinten Deutschland – die Gründung des Standortes Grimma

In den 1980er Jahren legt EGE die Basis für das heute sehr erfolgreiche Handelsgeschäft. Zunächst greifen vorwiegend Fachhändler aus der Re­gion zu den Fenstern aus Verl. Nach und nach baut EGE einen Außen­dienst auf, der erst in Westdeutschland und nach der Wende auch bun­desweit agiert.

Einer, von dem man noch heute bei EGE als „Top-Vertriebler“ spricht, ist Egon Pape. Mit politischem, sportlichem, vor allem aber mit unterneh­merischem Engagement stellt er Anfang der 1990er Jahre die Weichen für bis heute erfolgreiche wirtschaftliche Beziehungen zwischen den Städten Verl und Grimma in Sachsen. Pape managt den Aufbau eines zu Verl fast identischen EGE-Zweitbetriebes direkt an der A14 in Grimma. Später siedeln sich hier mit Nüßing und Elektro Beckhoff weitere Verler Firmen an sowie mit der Flachglas Sachsen ein wichtiger Vorlieferant für den neuen EGE-Standort.

Seit 1992 produziert man in Grimma wie in Verl zunächst ausschließlich Kunststofffenster auf der Basis von Kömmerling-Profilen. Egon Pape übernimmt die Leitung, Franz Benz als Prokurist den Vertrieb der Nie­derlassung, die gut ausgelastet ist: Mit der Sanierung der im Osten typi­schen Plattenbauten schnellt der Bedarf an Bauelementen nach oben.

Auf dem Weg zum Vollsortimenter

In den Folgejahren bedient EGE mit seinen Werken in Verl und Grimma zunehmend auch die Nachfrage nach Aluminiumkomponenten und ko­operiert dabei mit Heroal und Schüco als Zulieferer. 1995 entschließen sich die drei Gründer, mit Jochen Liedtke erstmals einen Fremdge­schäftsführer einzusetzen.

Im Dezember 1995 erreicht EGE den Status eines Vollsortimenters: Das Unternehmen übernimmt die Tischlerei HFT Holz-Fenster-Türen in Sangerhausen. Unter der Leitung von Günther Kimmig treibt EGE in den Folgejahren die Entwicklung von einem Handwerks- zu einem Industrie­betrieb voran. Fortan entstehen in der neuen EGE Holzbau mit eigenen Systemen Bauelemente aus allen gängigen Hölzern sowie Holz-Alu-Konstruktionen.

Wegweisende personelle und strategische Entscheidungen

Nach der Jahrtausendwende gelingt es, durch einschneidende Personal- und Strategieentscheidungen, das Unternehmen zukunftsfähig auszu­richten. Bis heute ist man froh darüber, Dr. Markus Pauli für das Unter­nehmen gewonnen zu haben. Er wird am 1. Juni 2011 in die Geschäfts­führung bestellt.

Im darauffolgenden Jahr übernimmt die Familie Schröder alle Anteile am Unternehmen; die Brüder Carsten und Thomas Schröder werden in zweiter Familiengeneration Gesellschafter zu gleichen Teilen. Der Grup­penumsatz liegt bei 50 Mio. Euro. 2017 schließlich steigt Thomas Schröder an der Seite von Dr. Markus Pauli als geschäftsführender Ge­sellschafter aktiv mit der Vorgabe ins Unternehmen ein, durch kon­zentrierte Investitionen weiteres Wachstum zu generieren.

Nahezu zeitgleich gewinnt EGE Marktanteile im Ausland. Als Joint Venture entstehen zwei Werke für die Herstellung von Kunststofffens­tern in Koszalin und Bydgoszcz in Polen. Während EGE an den deutschen Standorten weiterhin hochwertige Fenster und Haustüren für den Fach­handel und anspruchsvolle Objekte fertigt, bedienen die polnischen Pro­duktionsstätten preissensitive Key Account-Kunden und einfachere Großobjekte. Darüber hinaus schließt EGE immer mehr strategische Partnerschaften im In- und Ausland, so zum Beispiel auch mit Berres France im Elsass als einem Exklusivpartner.

Ferner stärkt EGE 2018 durch die Übernahme der Baltic Fenster aus Lan­genhorn seine Marktposition. Neben den polnischen Standorten nutzt das Unternehmen die Möglichkeiten in Langenhorn, Überkapazitäten zu bedienen und Lieferzeiten kurz zu halten.

Gefestigt im Markt – nah am Kunden

Mit der großen Material- und Sortimentsvielfalt „Made in Germany“ sieht sich die inhabergeführte EGE-Unternehmensgruppe heute gut auf­gestellt. Mit 589 Mitarbeitern insgesamt erwirtschaftete sie im Ge­schäftsjahr 2020/2021 in Deutschland einen Umsatz von mehr als 80 Mio. Euro. Neben hochkomplexen Fenstern und Haustüren stehen Fas­sadenkonstruktionen, Brand- und Rauchschutzelemente, Hebe-Schiebe-Türen, Rollläden, Sonnenschutz, Zubehör sowie Sonderwünsche, wie beispielsweise Stich- und Rundbögen, im Portfolio – alles lieferbar ab Stückzahl 1.

„In 50 Jahren hat sich unsere Marktstellung sehr gefestigt“, erzählt Thomas Schröder. Die Ausgliederung des Objektgeschäftes in Schwes­ter- und Tochterunternehmen verleihe Stabilität und Planungssicher­heit. Besonders stolz sei man auf das hohe Stammkundenpotenzial, be­tont Schröder, „denn das sind über Jahrzehnte gewachsene, sehr stabile Beziehungen, für die wir in der täglichen Arbeit nahezu alles tun.“

Rund 900 Fachhandelspartner genießen derzeit bundesweit den Support des Herstellers. Bei EGE bekommen sie alles aus einer Hand: Qualitäts­produkte und Service, Marketingunterstützung und digitale Vertriebslö­sungen. Im unternehmensinternen Technologiezentrum finden Experten zudem technische Lösungen für bestimmte Einbausituationen. „Das ist gelebte Kundennähe“, sagt Schröder. Die Stärkung der Partnerschaften im Handelsgeschäft ist zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie.

In die Zukunft geblickt

Für die Zukunft geht EGE davon aus, dass vor allem das Holzfenster durch die ökologischen Vorgaben und den Trend zur Nachhaltigkeit eine Renaissance erleben wird. Derzeit prüfe man, inwieweit der Standort Sangerhausen entsprechend ausbaufähig sei, um der erwarteten stei­genden Nachfrage begegnen zu können. Schon jetzt biete EGE im Be­reich Holz und Holz/Alu eigene, vollständig geprüfte Serien; RC3-sichere Elemente seien über die gesamte Produktpalette hinweg möglich. Seit kurzem kann EGE zudem als einziger deutscher Hersteller eine Zertifizie­rung von Holzfenstern für den französischen Markt vorweisen.

Weiteres Wachstumspotenzial sehen die beiden Geschäftsführer Dr. Markus Pauli und Thomas Schröder zudem im Bau von Sonderfassaden­elementen aus Aluminium sowie Hochsicherheitselementen und „Smart home ready“-Produkten, die man gemeinsam mit Komplementärpro­dukten von Partnerunternehmen vermarkte.

Aber wohin sich die EGE-Unternehmensgruppe auch entwickeln wird: Verl bleibe der Mittelpunkt aller Aktivitäten; hier sei man aufgewachsen und genieße die ausgezeichnete Lage. Und so wie das Unternehmen mit der Stadt gewachsen sei, nehme man als Unternehmen Anteil am Leben vor Ort. Dazu gehöre vor allem auch die Liebe zum Sportclub Verl, bei dem Gründer Heinrich Schröder vor fast genau 70 Jahren kickte. Das En­gagement beschränkt sich allerdings nicht nur auf den aktuell sehr er­folgreich spielenden Fußball-Drittligisten; EGE unterstützt darüber hin­aus auch zahlreiche Vereine und Sportevents, wie beispielsweise den Verler Citylauf.

Nun gibt das Jubiläum Anlass, erneut ein Stück weit der Verantwortung für die Region gerecht zu werden. Statt Geschenke entgegenzunehmen, beteiligt sich EGE an einer groß angelegten Spendenaktion zur Auffors­tung des nahegelegenen und stark in Mitleidenschaft gezogenen Teuto­burger Waldes. Pro 10 Euro sollen zehn Quadratmeter Wald neu ange­legt werden. Ziel ist es, einen erheblichen Beitrag für den Klimaschutz, die Natur und die Zukunft der Region zu leisten.

Hochauflösende Bilder

Für hoch aufgelöste Bilder klicken Sie bitte auf das jeweilige Vorschaubild.

Bildtext 1: Hier startete EGE 1971: In einer ehemaligen Näherei im Verler Ortsteil Sende wurden die ersten Fenster per Hand verschweißt. Foto: EGE
Bildtext 2: 1973 zieht EGE an den heutigen Standort in der Messingstraße in die Nähe der Autobahn A2. Hier entstehen eine größere Produktionshalle und ein Bürotrakt. Foto: EGE

Bildtext 3: Eine Anzeige von 1987 zeugt davon, dass EGE von Anfang an auf Kömmerling-Profile vertraute und serviceorientiert am Markt agierte – ein Prinzip, dem man bis heute treu geblieben ist. Foto: EGE
Bildtext 4: Anfang der 1990er Jahre entsteht in Grimma ein zu Verl fast identischer EGE-Zweitbetrieb. Später siedeln sich hier mit Nüßing und Elektro Beckhoff weitere Verler Firmen an sowie mit der Flachglas Sachsen ein wichtiger Vorlieferant für den neuen EGE-Standort. Foto: EGE
Bildtext 5: Zum 25-jährigen Jubiläum von EGE entsteht dieses Foto der drei Gründer: Dieter Helfbernd, Heinrich Schröder und Rudolf Fortkord (von links). Foto: EGE

Bildtext 6: Im Dezember 1995 erreicht EGE den Status eines Vollsortimenters: Das Unternehmen übernimmt die Tischlerei HFT Holz-Fenster-Türen in Sangerhausen. Fortan entstehen in der neuen EGE Holzbau mit eigenen Systemen Bauelemente aus allen gängigen Hölzern sowie Holz-Alu-Konstruktionen. Foto: EGE

Bildtext 7: Nach der Jahrtausendwende gelingt es, durch einschneidende Personal- und Strategieentscheidungen, das Unternehmen zukunftsfähig auszurichten. Bis heute ist man froh darüber, Dr. Markus Pauli für das Unternehmen gewonnen zu haben. Er wurde am 1. Juni 2011 in die Geschäftsführung bestellt. Foto: EGE
Bildtext 8: 2018 stärkt EGE durch die Übernahme der Baltic Fenster aus Langenhorn seine Marktposition. Foto: EGE
Bildtext 9: Der EGE-Standort Verl im Jahr 2021 aus der Vogelperspektive. Foto: EGE

Bildtext 10: Fensterproduktion auf dem neusten technischen Stand: Der kaufmännische Leiter Fabian Großeschallau und der geschäftsführende Gesellschafter Thomas Schröder (von links) präsentieren sich am EGE-Standort Verl. Foto: EGE

Bildtext 11: Auf der modernen Kunststofffenster-Fertigungsstraße am Produktionsstandort Verl fertigt EGE hochkomplexe Qualitätsfenster. Foto: EGE

BALTIC Fenster

Die Baltic Fenster GmbH, Langenhorn, entwickelt und fertigt seit 1980 hochwertige, im wahrsten Sinne sturmerprobte Kunststofffenster und -türen. Dank der besonderen geografischen Lage an der Nordseeküste ist das Unternehmen bestens mit den Witterungsbedingungen vor Ort vertraut und legt die für den norddeutsche Raum übliche Windlastzone 3 und 4 für die Qualität seiner Kunststofffenster und -türen zugrunde. Seit 2018 gehört die Baltic Fenster GmbH zur familiengeführten EGE-Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Verl. #Baltic Fenster GmbH, Hohe Koppel 1, 25842 Langenhorn - www.baltic-fenster.de

EGE

Die 1971 gegründete EGE GmbH mit Sitz in Verl hat sich auf die Entwicklung und Herstellung von Fenstern und Haustüren aus Kunststoff für das Objektgeschäft und den Fachhandel spezialisiert. #EGE GmbH, Messingstraße 15, 33415 Verl - www.ege.de

EGE-Unternehmensgruppe

Die 1971 gegründete EGE GmbH mit Hauptsitz in Verl sowie Standorten in Grimma, Langenhorn und Sangerhausen hat sich auf die Entwicklung und Herstellung von Fenstern und Haustüren aus Aluminium, Holz, Kunststoff sowie Materialkombinationen für das Objektgeschäft und den Fachhandel spezialisiert. Mit knapp 600 Mitarbeitern erwirtschaftete die familiengeführte Unternehmensgruppe im Geschäftsjahr 2020/2021 in Deutschland einen Umsatz von mehr als 80 Mio. Euro. #EGE GmbH, Messingstraße 15, 33415 Verl - www.ege.de

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