baupressekompakt 2026 – die erste und einzige …

Gutes bleibt – vor allem im Kopf! Darum fällt es mir leicht, auch einen Monat später noch über mein Erlebnis baupressekompakt 2026 zu berichten. Für mich die erste. Und künftig wohl die einzige Veranstaltung dieser Art. Noch im Februar dieses Jahres hatte ich an dieser Stelle Presse Previews vor großen Fachmessen gerade für kleine Unternehmen als Riesen-Chance angepriesen, nicht ahnend, dass es die Messegesellschaften selbst sein würden, die ihre sonst zuverlässigen Formate immer mehr vernachlässigen und sogar verwässern, indem sie nach allen Regeln der Marketingkunst die Zeiten für den Austausch mit der Fachpresse einschränken.

Die bpk stößt in dieses Vakuum hinein und trifft mit einer 2-Tage-Intensiv-Kontaktbörse nicht nur den Nerv der Industrie, sondern vor allem auch der Medien – in Mannheim stand es 44 : 44! Claudia Siegele und Hanns-Christoph Zebe sind verdammt gut organisiert – besonders CS hat mir mit ihrer bestimmten, aber immer herzlichen und zielführenden Ansprache gefallen. Als neue, aber bereichernde Erfahrung verbuche ich, dass auch die Unternehmen die Tische der Medien aufsuchen können; das bringt eine ganz andere Dynamik in die Dialoge.

Das Rahmenprogramm bewegte sich zwischen den beiden polarisierenden Themen „Kreativität ohne KI“ und „Kreativität mit KI“, wobei ich mich im Vorfeld bereits intuitiv zu ersterem hingezogen fühlte. Die Darbietung von Isabelle Bodenseh & Regina Litvinova zeigte denn auch: Kreativität ohne KI muss einen nicht vom Hocker hauen (erst recht keine Banausin in Sachen Musik wie mich). Sie kann aber absolut überzeugend sein, wenn sie deutlich macht, wie viel menschliche Leistung, Emotion, Humor und Tiefgründigkeit hinter ihr steckt. Und Kreativität mit KI? Schließt sich aus, weil ich Kreativität als etwas verstehe, das Neues schafft.

Aber keine Frage: In unserem Alltag ist KI längst angekommen und fordert täglich dazu heraus, die richtige Dosis von menschlichem Einsatz und Verantwortung für den größten sinnstiftenden Nutzen zu finden. Herzerfrischend und inspirierend darum der Talk mit Matthias F. Bruchmann, der für sich und sein Presseportal die richtige Dosis bereits gefunden zu haben scheint.

Mein persönliches Highlight hatte am Ende aber gar nichts mit der PR oder dem Beruf zu tun. Ich traf mit Isabelle Sprang jemanden wieder, mit dem ich vor 30 Jahren zu Studienzeiten in Göttingen und hier auch nur am Rande zu tun hatte. Allein das positiv besetzte Erinnerungsvermögen an Name und Gesicht hatte uns zu diesem Wiedersehen verholfen. Mal ganz ehrlich: Das ist mit künstlicher Intelligenz nicht zu überbieten!


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