PR-Nr. 10020-0006-01/2020
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Schwinn regelt Insolvenz in Eigenverwaltung: Möbelzulieferer nutzt Chance auf nachhaltige Sanierung

Oliver Hoffmann, Geschäftsführer der Schwinn Beschläge GmbH, Ober-Ramstadt, hat am 19. Dezember 2019 den Gang zum Amtsgericht Darmstadt angetreten und ein Plan-Insolvenzverfahren in Eigenverwal­tung beantragt. Der vorläufigen Eigenverwaltung hat das Gericht um­gehend stattgegeben. Rechtsanwalt Ole Brauer von der Elsässer Restrukturierung GmbH, München, wird die Geschäfte des Unternehmens gemeinsam mit Oliver Hoffmann während des Verfahrens leiten. Die in der insolvenzspezifischen Liquiditätsplanung und -steuerung erfahre­nen Geschäftsführer zeigen sich zuversichtlich, über eines der vielen Sanierungsszenarien den Möbelzulieferer wieder auf solide Füße stel­len zu können.

„Unser Unternehmen wird in dem Eigenverwaltungsverfahren den be­reits eingeschlagenen Restrukturierungskurs fortsetzen. In den zurück­liegenden Monaten haben wir bereits geeignete Maßnahmenpakete identifiziert und Projekte zu deren Umsetzung initiiert“, heißt es in ei­nem Kundenschreiben. Im Mai 2019 hatte Schwinn bereits den Standort Weimar geschlossen und die Zamak-Produktion komplett nach Polen verlagert. Dieser Schritt habe, so Hoffmann, zur langfristigen Sanierung aber nicht ausgereicht.

Als Ursachen für die Zahlungsunfähigkeit gibt Hoffmann nun vor allem die organisatorischen Probleme im polnischen Werk in Krakau an. Die­ses sei von den Kapazitäten her aber gut aufgestellt, um die positiven Auftragseingänge aus dem Jahr 2019 zu decken. In dem Kundenan­schreiben sichern die beiden Geschäftsführer ordnungsgemäße Liefe­rung und Service zu: „Wir sind willens und in der Lage, unsere Geschäfts­beziehungen mit Ihnen fortzuführen und freuen uns, wenn Sie auch in der Zukunft auf das Know-how unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbei­ter und die Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen setzen“, heißt es darin.

Mit dem Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung stünden jetzt auch weitere Instrumente zur Verfügung, um das Unternehmen zügig auf die veränderten Marktbedingungen und Erfordernisse anzupassen. Die Un­ternehmensleitung der Schwinn Beschläge hat einen Insolvenzplan vor­gelegt, der die Wettbewerbsfähigkeit belegt und vielversprechende An­sätze bietet, die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens langfristig wieder­herzustellen. Die darin geplanten Maßnahmen sollen konsequent umge­setzt werden. Als Sachverwalter bestellte das Amtsgericht Rechtsanwalt Dr. Jan Marcus Plathner, Frankfurt/Main.

Das beantragte Insolvenzeigenverwaltungsverfahren sei nach Aussage der beiden Geschäftsführer ein Sanierungsverfahren, das allen Unter­nehmen offenstehe, die sich zwar in wirtschaftlicher Schieflage befin­den, aber dennoch Chancen auf eine nachhaltige Sanierung haben. „Diese Chancen wollen wir nutzen“, sagt Hoffmann, und bestätigt dar­über hinaus, dass Schwinn in jedem Fall zu den Ausstellern der ZOW vom 4. bis 6. Februar 2020 in Bad Salzuflen gehört.

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Bildtext: Oliver Hoffmann. Führt gemeinsam mit Rechtsanwalt Ole Brauer von der Elsässer Restrukturierung GmbH, München, die Geschäfte der Schwinn Beschläge GmbH, Ober-Ramstadt, während des Plan-Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung. Foto: Schwinn

Schwinn Beschläge

1932 von Peter Schwinn in Ober-Ramstadt als Kunstharzdreherei mit zwei Mitarbeitern gegründet, entwickelt, produziert und vertreibt die Schwinn Beschläge GmbH heute mit 250 Mitarbeitern Möbelgriffe und -knöpfe aus Stahl, Kunststoff und Zinkdruckguss für die Küchen-, Bad- und Wohnmöbelindustrie weltweit sowie für den Fachhandel. Das Unternehmen versteht sich als Systemlieferant, Entwicklungspartner und Problemlöser: Von der Produkt- und Designentwicklung über den Werkzeugbau und die Produktion bis hin zur vielfältigen Oberflächenveredelung und Montage bietet Schwinn alles aus einer Hand. #Schwinn Beschläge GmbH, Röhrstraße 3, 64372 Ober-Ramstadt - www.schwinn-group.com

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