1. Was hat Nutrio, was andere Apps zur gesunden Ernährung nicht haben?
Andere Apps verlangen manuelles, zeitraubendes und repetitives Eintippen. Daran scheitern nach unseren Untersuchungen 84 Prozent der Nutzer und brechen ab. „Nutrio“ ist ein System aus App und smartem Schneidebrett, das Lebensmittel automatisch erkennt, aufs Gramm genau wiegt und trackt, egal ob verpackt, umgefüllt oder frisch. Dazu liefern wir verlässliche Daten statt Schätzungen. So sparen wir acht bis zehn Stunden im Monat und halten die Abbruchquote unter 10 Prozent.
2. Fördert die KI-gestützte Technologie von „Nutrio“ nicht, dass wir unser Gefühl für den eigenen Körper und für gesunde Ernährung verlieren?
Das Gegenteil ist der Fall! „Nutrio“ übernimmt den mühsamen Teil, also das Messen, Zählen, Protokollieren, so dass der Kopf frei ist für das Erlebnis Kochen & Essen. Die Technologie macht sichtbar, was wirklich auf dem Teller liegt. Das stärkt das Bewusstsein für gesunde Ernährung und schult das Gefühl für den Körper und wirklich gute Lebensmittel.
3. Ist der Lernprozess nur einseitig oder lernt auch die KI von ihren Usern?
So wie der Nutzer von dem Wissen zu gesunder Ernährung profitiert, lernt das KI-System ständig über die Nutzer hinzu. So stellt sich die „Nutrio“-Technologie mit zunehmender Nutzungsdauer immer besser auf ihre User ein und optimiert stetig ihre Hilfestellung.
4. Kann die Küchenindustrie gesunde Ernährung jetzt unabhängig vom Geldbeutel salonfähig machen?
In der bisherigen Ausführung ist „Nutrio“ ganz klar ein Premium-Produkt für den Lifestyle-Käufer. Aber mit jeder Skalierung sinken die Produktionskosten. Ist die Technologie erst mal fester Bestandteil einer Küche und wird vielleicht sogar von den Krankenkassen bezuschusst, wird sie für weit mehr Menschen zugänglich; dann bedient sie vielleicht schon morgen den erstattungsfähigen Präventions-Kunden. Unternehmen der Küchenindustrie könnten als Multiplikatoren erheblich dazu beitragen, dass sich gesunde Ernährung als Standard für möglichst viele Menschen nachhaltig in den Alltag integrieren lässt.
5. Der erste Ansatz von „Nutrio“ konzentriert sich aufs Kalorienzählen und die Gewichtsabnahme. Gesunde Ernährung spielt aber auch bei sehr vielen Beschwerden und Erkrankungen eine erhebliche Rolle. Könnte „Nutrio“ auch in der Krebstherapie, bei Diabetes oder in den Wechseljahren unterstützen?
Wenn man bedenkt, dass 60 Prozent der Menschen in Europa übergewichtig sind, dann ist das erst mal der häufigste Case, den wir bedienen. Wir wissen aber auch, dass es weitaus mehr Gründe gibt, warum Menschen eine dauerhafte Ernährungsumstellung anstreben. „Nutrio“ versteht sich darum als Co-Pilot bei Prävention und Heilung. Die Technologie berücksichtigt Medikamentationen und ärztliche Empfehlungen ebenso wie Allergien und Unverträglichkeiten. Sie kann auch Ernährungspläne für Sportler umsetzen oder – angewandt in der Küche einer Seniorenresidenz – einfach dafür sorgen, dass alle Bewohner ausreichend trinken.
6. Ihr sprecht im Zusammenhang mit „Nutrio“ von „Longevity“-Stack. Was steckt dahinter?
„Longevity“ meint den Wunsch nach einem langen gesunden Leben und den Dreiklang aus Ernährung, Schlaf und Bewegung. Dahinter steht die Überzeugung, dass Gesundheit kein Zufallsprodukt ist und aktiv gestalten werden kann. Wearables, also tragbare elektronische Geräte und Mini-Computer, haben Bewegung und Schlaf gelöst, Ernährung bislang jedoch nicht, dabei ist Ernährung der größte beeinflussbare Hebel der Gesundheit. „Nutrio“ füllt diese Ebene und bringt über eine API-Health-Schnittstelle die Kompatibilität zu den Vitaldatensystemen mit. Das Zusammenspiel von Ernährungs-, Bewegungs- und Schlafanalysen könnte künftig ganzheitlichen Gesundheitsservice bieten.
7. Stichworte Vertrauen und Kontrolle: Wie sehr vertraut ihr selbst den KI-generierten Daten? Wie viel Vertrauen verlangt die Technologie den Usern ab? Und was bietet „Nutrio“, um einerseits Nutzer von der Richtigkeit der Daten zu überzeugen und andererseits die Daten sicher zu verwalten?
Unser Vertrauen in die Daten ist hoch, weil wir wissen, wo sie herkommen. Auf der einen Seite wird das Gewicht grammgenau erfasst. Auf der anderen Seite erkennt die KI die Lebensmittel zuverlässig und stützt sich bei der Nährwertanalyse auf Labordaten. Damit bieten wir faktenbasierte Präzision oder in der KI-Sprache „Ground truth“-Anker. „Nutrio“ verlangt also kein Blindvertrauen wie das bei reinen App-Lösungen oft der Fall ist. Alles ist auf Display und in der App sichtbar und jederzeit korrigierbar. Und weil wir in Europa entwickeln, bleiben die Daten DSGVO-konform und sicher verwaltet.
8. Was hat die Küchenindustrie davon, die „Nutrio“-Technologie in künftige Küchen zu implementieren?
„Nutrio“ macht aus der Küche eine intelligente Gesundheits-Plattform, ohne dass der Hersteller selbst Software, Daten oder Ernährungs-KI aufbauen muss. Wir liefern die Intelligenzschicht, an die die Küche andockt. Das Ergebnis ist eine digitale Küche mit anhaltendem Gesundheitsversprechen, das täglich ein datengestütztes Erlebnis liefert und Kunden bindet. Für Küchenhersteller birgt das Differenzierungspotenzial, um sich von anderen Marken abzugrenzen; die personalisierte Ernährungsebene können Wettbewerber ohne die Kombination aus Hardware und Verhaltensdaten nicht kopieren.
Es geht aber auch darum, die Küche insgesamt zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Vernetztes und KI-gestütztes Ernährungsmanagement lässt die Küche über den Status eines im Haus verorteten Möbels oder Raumes hinauswachsen. Sie wird zum Sensor für die Gesundheit ihrer Nutzer und zu einem Coach, der unaufdringlich, aber konsequent auf dem Weg zu einem langen gesunden Leben begleitet. Küche könnte zukünftig im Kontext eines ganzheitlich gesunden Lebensstils stattfinden, in dem der Nutzer Gesundheit bewusst erlebt und aktiv gestaltet. Ich bin überzeugt, dass die Unterstützung einer derart positiven Lebenseinstellung nicht nur individuell eine hohe Relevanz hat, sondern Küche so auch einen gesamtgesellschaftlichen Beitrag leisten kann.
Hochauflösende Bilder
Für hoch aufgelöste Bilder klicken Sie bitte auf das jeweilige Vorschaubild.



