Er heißt „Hawa Junior 100“, ist den Kinderschuhen aber längst entwachsen, hat sogar die für den Reifeprozess notwendigen Teenager-Allüren abgelegt. Heute präsentiert sich der Schiebebeschlag als solides Multitalent, das sich mit verschiedenen Ausführungen und Montagemöglichkeiten unterschiedlichen Bau- und Raumkonzepten, aber auch Lebenssituationen anpasst und selbst Nutzer mit Handicap zuverlässig zu unterstützen weiß.
„Der ‚Hawa Junior 100‘ ist einer unserer Favoriten“, verrät Oliver Klingebiel, Projektleiter bei Nießing-Türen, Borken. Durch die hohe Tragkraft und die Flexibilität könne die Manufaktur nahezu alle ihre Schiebetüren mit diesem Beschlagsystem ausstatten. Nießing entwickelt und baut mit mehr als 50 Mitarbeitern individuelle Türlösungen für Architekten, Tischler und private Bauherren mit hohen Qualitätsansprüchen. Der „Hawa Junior 100“ komme sowohl bei Pocket- als auch Vorwandlösungen zum Einsatz, und sowohl bei schalldämmenden als auch bei XXL-Türen.
Ein wesentlicher Grund sei zudem der hohe Bedienkomfort, betont Klingebiel: „Der ‚Hawa Junior 100‘ bewegt Schiebetüren bis 100 Kilogramm mit unvergleichlicher Leichtigkeit. Ein Magnet-Dämpfeinzugssystem reduziert die benötigten Öffnungskräfte auf ein Minimum – für eine kinderleichte Bedienung. Kugelgelagerte Komfort-Rollen sorgen für einen leisen und sanften Lauf.“
Raumplanung nach Universal Design-Prinzip
So öffnet der „Hawa Junior 100“ allen Menschen gleichermaßen einfach die Tür, und zwar zukunftssicher, weil der Beschlag schon jetzt alle Nutzeranforderungen berücksichtigt, zum Beispiel die des Rollstuhlfahrers, der die Tür sitzend bedient, des verletzten Sportlers, der Gehhilfen benötigt, des Kindes, das noch nicht so viel Kraft entwickeln kann, der Mutter mit dem Kinderwagen oder die der älteren Dame mit dem Rollator. Für sie alle bildet eine klassische Drehtür mit ihrem großen Schwenkbereich oft ein sperriges und kraftraubendes Hindernis, vor dem einige Manöver nötig sind, um die vollständig geöffnete Tür passieren zu können.
Gehören jedoch Barrierefreiheit und inklusive Zugänglichkeit zu den zentralen Planungskriterien, sind Schiebetüren die erste Wahl. Sie laufen platzsparend parallel zur Wand und bieten dadurch volle Durchgangsbreite und Bewegungsfreiheit für flüssige Abläufe. Der „Hawa Junior 100“ bildet die Basis für eine solche Tür, die sich ohne Kraftaufwand – mit weniger als 22 Newton – öffnen lässt. Die im Bereich der Wand eingelassene spielfreie Bodenführung bleibt unsichtbar.
Ein System – viele Lösungen
„Wir fertigen die Schiebetüren häufig in Wandtaschenlösungen und deckenhoch und nutzen dafür die Pocket-Variante des ‚Hawa Junior 100‘“, berichtet Tischlermeister und Betriebswirt Klingebiel. „Das Schiene-in-Schiene-System bietet den Riesenvorteil, dass es sich sauber montieren lässt, auch dann, wenn die Wandtasche bereits malerfertig ist.“
Für die schalldämmenden Schiebetürlösungen nutzt Nießing den „Hawa Junior 100“ mit „Acoustics“-Set. Die akustische Wirksamkeit des Beschlagsystems basiert auf einer wartungsfreien Rundumdichtung. Damit reduziert sich die Geräuschkulisse von Raum zu Raum bei geschlossener Tür spürbar; bis zu 41 Dezibel sind – je nach Türblatt – möglich.
Neben Pocket- und Schallschutzlösungen lassen sich auch vor der Wand laufende Türen mit dem Beschlagsystem realisieren, für das Hawa Montageschienen mit unterschiedlichen Distanzen zwischen Wand und Tür anbietet. Große Wandöffnungen sind einflügelig bis zu einer maximalen Breite von drei Metern möglich.
Ideen effizient umsetzen
Das System, das so viele individuelle Anwendungen ermöglicht, basiert im Kern auf gleichen Komponenten. Das reduziert nicht nur die Lagerkosten, sondern auch den Planungs- und Abstimmungsbedarf und damit den Zeitaufwand.
Der hohe Vormontagegrad und die stufenlose Justage des „Hawa Junior 100“ bieten Verarbeitern weitere Vorteile. Manuel Lutz, Arbeitsvorbereitung bei der Tischlerei Sternath in Hard/Österreich, berichtet von seinen Erfahrungen beim Einbau von 80 Schiebetüren im Landeskrankenhaus Rankweil/Österreich: „Der Beschlag ist für uns sehr montagefreundlich gewesen, sowohl in der Werkstatt als auch auf der Baustelle bei der Endmontage. Die Türblätter lassen sich mit zwei einfachen Handgriffen ohne Werkzeug und leicht zugänglich ein- und aushängen.“ Bei dem Projekt kam der „Hawa Junior 100 B“ mit Dämpfung beim Öffnen und Schließen zum Einsatz, bei einem Teil der Türen auch in der „Acoustics“-Variante.
„Hawa Junior 100“ lässt sich in nahezu jede Planung integrieren – ob Neubau oder Bestand, ob im privaten Wohnungs- und Hausbau, bei generationenübergreifenden Wohnformen oder im Objektbereich, wie in barrierefreien Arbeitswelten, Pflege- oder Hospitality-Bauten. Auf die geringen Öffnungskräfte von maximal 22 Newton gibt Hawa Sliding Solutions eine Leistungsgarantie von 15 Jahren bei privater und von sieben Jahren bei gewerblicher Nutzung.
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Bildtext 1: Das Schiene-in-Schiene-System bei der Pocket-Lösung des „Hawa Junior 100“ bietet den Vorteil, dass es sich sauber montieren lässt, auch dann, wenn die Wandtasche bereits malerfertig ist. Foto: Hawa Sliding Solutions
Bildtext 2: Während eine klassische Drehtür mit ihrem großen Schwenkbereich für Rollstuhlfahrer oft ein sperriges und kraftraubendes Hindernis bildet, vor dem einige Manöver nötig sind (oben), öffnet der „Hawa Junior 100“ allen Menschen gleichermaßen einfach die Tür (unten). Foto: Hawa Sliding Solutions
Bildtext 3: Mit einem Finger bedienbar: Dank „Hawa Junior 100“ lassen sich Schiebetüren ohne Kraftaufwand öffnen – mit weniger als 22 Newton. Foto: Hawa Sliding Solutions
Bildtext 4: Gehören Barrierefreiheit und inklusive Zugänglichkeit zu den zentralen Planungskriterien, sind Schiebetüren die erste Wahl. Sie laufen platzsparend parallel zur Wand und bieten dadurch volle Durchgangsbreite und Bewegungsfreiheit für flüssige Abläufe. Foto: Hawa Sliding Solutions




