PR-Nr. 10035-0005-08/2026
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Inspiration in Schwarz & Weiß – Gebäudehülle vereint den Anspruch an Design und Dynamik

Hier sitzt alles. Nicht nur, weil in diesem Gebäude nachhaltige Stuhlkonzepte für das moderne Büro, das anspruchsvolle Zuhause oder die gehobene Gastronomie entstehen. Sondern auch, weil die radikale Reduktion im architektonischen Entwurf in Bezug auf Konstruktion, Material und Oberflächen absolute Präzision verlangte. Die Architekten folgten einem konzeptionellen Ansatz des mit dem Ort verwurzelten Bauherrn und schufen einen in dieser Form einzigartigen Gewerbebau mit markanter Gebäudehülle: Überdimensionale Glasfenster treffen auf schwarze und weiße, speziell zugeschnittene „Trespa Meteon“-Fassadenplatten. Gemeinsam tragen sie die Philosophie vom dynamischen Sitzen, bei dem Design, Bewegung und Freiraum harmonisch zusammenwirken, nach außen. 

Wie verleiht man einem Gewerbebau eine Seele? Indem man schätzt und erhält, woher man kommt, könnte die Antwort von Peter und Rainer Wagner lauten. Denn beim Bau des Wagner Design Lab im schwäbischen Langenneufnach hatte für die Brüder oberste Priorität, ihr mit positiver Energie aufgeladenes Elternhaus, gleichzeitig Keimzelle des Unternehmens Topstar, als Zeichen soliden Unternehmertums zu erhalten. Ergänzend sollte ein High-End-Produkt entstehen, das in die Zukunft weist.

Auf Basis dieser Idee entwarfen die Architekten Titus Bernhard und Andreas Weißenbach einen auf schlanken Stahlstelzen ruhenden, 52 x 12 x 6 Meter großen Baukörper, der einer über dem Bestandsgebäude schwebenden Bühne gleicht und den sie selbst als „Schaufenster der Superlative“ bezeichnen. Denn hier ließen sie die bislang größten Glasscheiben weltweit verbauen: Vier Dreifachisoliergläser, jedes sieben Tonnen schwer, mit einer Größe von je 3,04 x 19,21 Metern.

Think Tank mit Auszeichnung

Bereits vor Fertigstellung erhielt das Projekt den German Design Award. „Ein kühn in den Hang gelegter, langgezogener kubischer Baukörper, vorne gestützt durch eine V-Säule – die klare Architektur des Wagner Design Lab spiegelt den hohen Anspruch der Marke an Design deutlich wider“, urteilte die Jury. Die traditionsreiche Stuhlmarke stellt das Wohlbefinden der Menschen in den Mittelpunkt, das entstehen kann, wenn Design, Bewegung und Freiraum harmonisch zusammenwirken. Die Möbel sind so gestaltet, dass sie nicht nur das Sitzen erleichtern, sondern auch Bewegungsfreiheit im Raum bieten und eine dynamische Umgebung schaffen.

Während das Unternehmen im Elternhaus der Wagner-Brüder Produkte für die Bereiche Home und Hospitality zeigt, versteht sich das darüber schwebende Wagner Design Lab als Ideenschmiede, kreative Ader und Showroom für den Bereich Büro, das Kreative und Besucher gleichermaßen inspiriert. „Wir sind mit unseren Stühlen, mit dem Thema Bewegung nicht allein auf dem Markt, aber einer der wenigen Player, die das konsequent in ihre DNA eingebaut haben“, erklärt Peter Wagner. Diese Dynamik galt es in die Architektur zu transportieren. Die Glasscheiben stehen dabei sinnbildlich für Einblick und Weitblick im Einklang mit der umgebenden Natur.

Identitätsstiftend & dynamisch

„So lebt das Gebäude mit den Tages- und Jahreszeiten, mit Hell und Dunkel“, erklärt Titus Bernhard im Interview mit der Fachzeitschrift DBZ. Die Themen Dynamik und Kontrast greift die Hülle über „Trespa Meteon“-Platten auf. An der Fassade bilden sorgfältig aufgearbeitete Polygone im Dekor „Lumen Metropolis Black“ eine geometrisch saubere, fast räumlich wirkende Wabenstruktur. Wo Dach und Fassade über die zurückgesetzten Glasflächen hinausragen, kontrastieren Untersicht und Innenseiten in „Lumen Athens White“. Es seien die riesigen Scheiben in Kombination mit den tiefschwarzen polygonalen Trespa-Elementen, die die Gestalt prägen und Identität stiften, so die Architekten.

Eine besondere Rolle spielt das Licht. Durch das großflächige Glas bleibt es natürlich und findet über die hellen Oberflächen den Weg von innen wieder nach außen, was zu einer Verschmelzung der Architektur mit der Natur führt. Zudem interagieren die ausgewählten „Lumen“-Dekore von Trespa mit dem natürlichen Licht und nutzen es aktiv für die Fassadengestaltung. Beim Wagner Design Lab absorbiert die Oberfläche „Diffuse“ das Licht gleichmäßig über die gesamte Fläche. Tief matt und glatt, glanz- und strukturfrei verleiht sie dem Schwarz und Weiß Tiefe, bringt Ruhe in die Gebäudehülle und unterstreicht die Makellosigkeit der Fassade. Reflexions- und blendfrei fügt sich das Gebäude harmonisch in die Umgebung.

Reduktion & Präzision

Titus Bernhard legte dem Projekt die ihm eigene gestalterische Handschrift zugrunde. Der Begriff „sensual minimalism“ beschreibe seine Haltung ganz gut: „Es geht um eine sehr reduzierte Formensprache, eine sorgfältige Materialwahl und um handwerkliches Detail.“ Das Wagner Design Lab sei ein „Schaustück dieses Minimalismus“, dessen Umsetzung aber nur vermeintlich einfach sei: „Minimalismus verzeiht keine Fehler, man kann nichts verdecken, kaschieren: Alles muss präzise zu Ende gedacht werden“, so Bernhard.

Im Falle des Wagner Design Lab entschieden sich die Architekten darum bewusst für Trespa: „Wir haben ein Material gewählt, das durch sorgfältige Detailplanung diesem Anspruch an Präzision, Widerstandsfähigkeit und einem ganzheitlichen Gestaltungsbild hervorragend Rechnung getragen hat. Es ist robust und lässt sich gut verarbeiten. Selbst in Schwarz sieht es auch nach Jahren noch aus wie neu.“

Der Architekt Andreas Weißenbach habe von der Entwicklung der Entwurfsidee bis zur Ausführungsreife „die Fassade mit unfassbarer Detailbesessenheit und hohem handwerklich-technischem Verständnis sowie mit der Unterstützung von Trespa durchgeplant“, berichtet Bernhard. Die Befestigung erfolgte ohne sichtbare Verbindungsmittel. Das System bietet integrierte Stellschrauben an den oberen Agraffen, wodurch sich die Paneele millimetergenau vertikal und horizontal ausrichten lassen, um ein exaktes Fugenbild zu erzielen.

Von der Sitz- zur Arbeits- & Lebensqualität

„Im Wagner Design Lab hat sich gezeigt, wie New Work funktionieren kann, wenn der Raum passt, also wenn sich alle wohlfühlen“, berichtet Bauherr Peter Wagner. Es sei schon immer das Anliegen des Unternehmens gewesen, Menschen dieses Wohlgefühl zu geben. Bereits 15 Jahre zuvor hatte der Visionär die Idee vom radikal reduzierten Raum entwickelt, der die Kompetenz des Unternehmens kommuniziert.


Bautafel

Bauherr: WAGNER – Eine Marke der Topstar GmbH, Langenneufnach
Fertigstellung: 2022
Architekt: Titus Bernhard Architekten, Augsburg
Projektleitung: Andreas Weißenbach, Dipl. Ing. Freier Architekt
Bauleitung: Franz Lidl Architekt, Diedorf
Tragwerksplanung: Tragkonzept GmbH, Augsburg
Stahlbau: Friedrich Bühler Stahlbau, Altensteig
Fassadenbau: Friedrich Burk GmbH + Co. KG, Ravensburg
Fassade: VHF mit 8 mm „Trespa Meteon L0500 Athens White“ und „Trespa Meteon L9000 Metropolis Black“ in der Oberfläche „Diffuse“. Verdeckte mechanische Befestigung mit herstellerzertifizierter Systemlösung „TS200“ mittels Agraffen auf einer Aluminium-Unterkonstruktion.
Isolierglas: Sedak, Gersthofen

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Fotos: Andreas Weißenbach

Trespa

Seit Gründung des Unternehmens 1960 steht der Name Trespa für langlebige, wartungsfreie und werterhaltende HPL-Oberflächen in der Architektur. Die im Durchschnitt 70 Prozent biobasierten Kompaktplatten, die CO2 binden und speichern, finden Anwendung an atmungsaktiven und energieeffizienten hinterlüfteten Fassaden (VHF), bei der Gestaltung von Details an der Gebäudehülle, wie Balkonen oder Dachgauben, aber auch als Ausstattung labortechnisch sicherer Arbeitsumgebungen. Grundlage für die Qualität bildet die 1987 von Trespa entwickelte und patentierte EBC-Technologie (Electron Beam Curing = Elektronenstrahlhärtung). Sie verleiht den Oberflächen Farbstabilität und Widerstandsfähigkeit für extreme Bedingungen. Weltweit arbeiten rund 700 Menschen bei Trespa. Sie stehen in engem Austausch mit Architekten, Bauunternehmern, Designern, Verarbeitern, Händlern und Bauherren. Diese finden mit Trespa nicht nur einen Lösungsanbieter für Herausforderungen bei architektonischen Außenverkleidungen, sondern mit dem Reuse-Programm „Second life“ für „Meteon“-Fassadenplatten auch einen Partner bei Fragen zum zirkulären Bauen. Trespa gehört zur Broadview Holding. Nemho, das Technologie-Kompetenzzentrum der Gruppe in Weert, treibt kontinuierlich Innovationen voran. # Trespa International B.V., Wetering 20, 6002 SM Weert, Niederlande – www.trespa.com

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